Strokemark hat das Leben so manch eines Schlaganfallpatienten Schritt für Schritt verbessert. Für Betroffene wie Herr Dr. Hecht oder Frau Busse kam ihr Schlaganfall plötzlich und hat alles verändert. Dr. Hecht, ein Psychologe, wurde vom behandelnden Therapeut zum Patient. Frau Busse und ihr Mann führten bis zum Tag des Schlaganfalls ein aktives Leben. Doch seit dem Vorfall sind sie in ihrer Freizeitgestaltung eingeschränkt und sie haben einige soziale Kontakte verloren. Für viele Patienten scheint der lange Weg zurück zur Normalität entmutigend zu sein. Trotz ihres Reha-Programms verlieren sie die Hoffnung und Motivation.

Wie ihnen geht es auch vielen anderen. Deshalb hilft Strokemark dabei, zurück in ein unabhängiges Leben zu finden. Im letzten Jahr haben hat eine erste Gruppe unsere Kurse komplett durchlaufen. Sie alle haben in unterschiedlichen Ausgangslagen angefangen: einige konnten schon ohne Hilfe gehen, andere nur mithilfe eines Stocks. Manche Patienten hatten Einschränkungen in der Funktionalität ihrer oberen Extremität oder litten an einer Spastik. Zum Ende des Programms waren sind jedoch alle einig: das Strokemark-Programm hilft und ermöglicht ganz persönlichen Erfolgen.

Die Entwicklung unserer Kurse

Unsere Testgruppe am letzten Tag in der Ortho-Vision Klinik in Brunssum

An einem sonnigen Morgen im September begrüßte das Strokemark-Team zehn Patienten und ihre Betreuer in der hochmodernen Klinik Ortho-Vision Brunssum in den Niederlanden. An diesem Tag sollte unser Kurs Gehen 2.0 enden. An diesem besonderen Ort wollten wir testen, welche Fortschrotte unsere Teilnehmer während unseres Kurses gemacht haben. Gleichzeitig wollten wir wissen, welchen persönlichen Eindruck die Patienten vom Programm und ihren Fortschritten hatten.

Für einige der Patienten war dies bereits das Ende des dritten Kurses, den sie mit uns bestritten hatten. Andere schlossen zum ersten Mal einen unserer Kurse ab. Ungeachtet dessen hat jeder Patient bis hierher hart für seine Fortschritte gearbeitet um jetzt an diesem Punkt zu stehen.

Am letzten Tag hatte unser Team Zugang zu den neuesten Hightech-Geräten, um unsere Patienten zahlreichen Tests zu unterziehen. Wir testeten das Gleichgewicht und die Geschwindigkeit beim Aufstehen, wir maßen den Sauerstoff- und CO2-Austausch auf dem Ergometer und schauten uns an, wie gut sie auf einem Laufband bergauf laufen konnten. So konnten wir große Fortschritte feststellen, aber auch ermitteln in welchen Bereiche weiterhin Verbesserungen notwendig sein würden.

Diesen glorreichen letzten Tag hatten sich all unsere Testteilnehmer redlich verdient: Woche für Woche waren sie jeden Samstag um 9 Uhr waren zum Unterricht erschienen, unabhängig von Wind und Wetter oder dem Ort unserer Gruppentreffen. Das erfordert echtes Engagement! Die Teilnahme an den Treffen war jedoch nur ein Teil der Gleichung. Auch unter der Woche haben unsere Teilnehmer fleißig trainiert und die gelernten Übungen umgesetzt.

Wir wollten von jedem Patienten wissen: wie haben Sie es geschafft, so weit zu kommen?

Unsere Teilnehmer erzählen von ihren Erfahrungen

Wenn sich das Leben plötzlich verändert

Das Leben nach einem Schlaganfall steht unter ganz anderen Prämissen als zuvor. Nach ihrem Schlaganfall fiel es Frau Busse und ihrem Mann wortwörtlich schwer, mit ihrem früheren Freundeskreis Schritt zu halten. Zum Glück fanden sie zu uns in die Strokemark Gruppe. Gemeinsam mit uns haben die beiden wieder zurück auf ihren Weg gefunden. Frau Busse ist während unseres zweiten Kurses zu unserer Gruppe hinzugestoßen. Seitdem haben sie und ihr Mann das Gefühl, dass es in ihrem Leben wieder bergauf geht. Durch unsere Übungen verbessert sich die Lebensqualität der beiden und sie engagieren sich noch mehr für die Genesung von Frau Busse.

Dr. Hecht war von Anfang an in unserer Gruppe dabei. Sein plötzlicher Rollenwechsel vom Therapeuten zum Patienten war für ihn zunächst schwer zu verkraften. Aber er ließ sich nicht unterkriegen. Jeden Tag folgte er seinem Strokemark Trainingsplan und setzte sich täglich kleine Ziele. Manchmal war es so etwas einfach Klingendes, wie das Gehen einer bestimmten Anzahl von Schritten. Er ist vor allem dankbar für seine Fortschritte und die positiven Erfahrungen, die er während des Programms gemacht hat. Das Leben ist für ihn jetzt anders, aber “das Leben ist gut”, sagt er.

Das “Warum ich?” überwinden

Unsere jüngste Patientin war 27 Jahre alt, als sie ihren Schlaganfall erlitt. Seit dem saß sie im Rollstuhl. Das Leben war unfair, fand Frau Mosbach. Sie hatte bis dahin doch einen ziemlich vernünftigen Lebensstil geführt, ging gerne mit Freunden aus. Nach dem Schlaganfall konnte sie nicht einmal mehr klar sprechen. Ursprünglich schloss sich Frau Mosbach unserer ersten Testgruppe an, um ihr Gehen zu verbessern. Ihre Mutter fuhr sie jeden Samstagmorgen eine Stunde lang zu uns, und sie machten die täglichen Übungen, die wir vorgaben. Und ihr Fleiß wurde belohnt. Nicht nur, dass sie statt bloß einem halben Kilometer jetzt bereits ganze 5 km gehen kann. Nein, auch ihre Sprache verbesserte sich. Durch das Training haben sich neue neuronale Verbindungen gebildet, die auch einen positiven Effekt auf ihre Sprache hatte. Jetzt plant sie ihr Studium wieder aufzunehmen und ihren Abschluss zu machen.

Manche Patienten sind nicht nur durch sich selbst, sondern auch durch ihre Angehörigen motiviert, alles für ihre Genesung zu geben. Für Frau Bello sind ihre drei Kinder eine besondere Motivation. Es geht ihr schon wieder ziemlich gut. Aber besonders für ihre Rolle als Mutter möchte sie weiter an sich arbeiten. Jede Woche freut sie sich auf die neuen Übungen und Herausforderungen, damit sie weiterhin so große Fortschritte machen kann wie bisher.

Die Motivation durch andere

Es hilft, Teil eines Teams zu sein

Viele Teilnehmer haben durch die Gruppe nochmal extra Energie getankt. Ebenso fanden sie auch unser Strokemark-Team als sehr motivierend, sachkundig und enthusiastisch. Die Motivation durch unser Team war für unsere Teilnehmer von großer Bedeutung. Herr Breur, ein weiterer Patient in unserer Gruppe, begann sein Training mit uns im Kurs Gehen 2.0. An seinem ersten Tag kam er im Rollstuhl. Große Erwartungen an das Programm und seinen eigenen Fortschritt hatte er nicht. Aber er wollte es dennoch mal versuchen. Als Sportler wusste er, dass das Training kein Zuckerschlecken werden würde. Er war bereit, sich anzustrengen. Nach unserer Aufnahmeuntersuchung begann unser Team damit, Herrn Breuer dazu zu ermutigen, wieder einige erste Schritte zu gehen. In der kommenden Woche erschien Herr Breur erneut zum Unterricht – aber diesmal ohne seinen Rollstuhl. Manchmal braucht ein Patient etwas mehr Ermutigung, um sich mehr zuzutrauen.

Für unsere Teilnehmer war vor allem die Dynamik in der Gruppe ein Grund zur regelmäßigen Teilnahme. Der Erfahrungsaustausch untereinander wurde als sehr hilfreich empfunden. Ebenso war es für alle sehr ermutigend, Menschen in verschiedenen Stufen der Genesung zu sehen. Frau Ottmanns, die ihr Training mit uns nach der Hälfte unseres Arm- und Handkurses begann, hat uns erzählt, dass ihr der Besuch der Gruppe zeigt, wie weit sie gekommen ist, und ihr gleichzeitig Hoffnung auf das noch Mögliche gibt. Ihre Kinder beginnen, die Verbesserungen, die sie macht, zu bemerken. Sie selber spürt vor allem eine deutliche Veränderung ihrer Gehfähigkeiten. Jetzt ist sie sogar ein Vorbild für andere Teilnehmer der Treffen. Sie hat sogar Lehrvideos mit uns gedreht, damit wir unsere Kurse noch mehr Menschen zugänglich machen können.

Die Gründe für die Teilnahme am Programm sind sehr unterschiedlich

Gleichgewichtsübungen mit geschlossenen Augen

Einigen unserer Patienten haben unglaubliche Fortschritte gemacht. Wenn man sie jetzt auf der Straße gehen sieht, würde man nicht erkennen, dass sie einen Schlaganfall hatten. Warum erscheinen sie dann weiterhin Woche für Woche bei unseren Treffen? Was haben sie noch von dem Kurs? Unsere Patienten kommen jetzt aus ganz persönlichen Gründen.

Frau Martin, eine pensionierte Englischlehrerin, wirkt, als könnte sie den Kurs schon selber leiten. Sie strahlt eine erstaunliche Energie aus und begreift jede neue Übung unwahrscheinlich schnell. Frau Martin hatte vor etwas mehr als einem Jahr ihren Schlaganfall und entwickelt sich seitdem sehr gut. Sie findet den Kurs aufgrund der wissenschaftlichen Erklärungen und der Gruppenatmosphäre motivierend. Sie lebt allein und weiß, dass sie topfit sein muss, um sich selbst zu versorgen. Außerdem möchte sie das Risiko eines zweiten Schlaganfalls unbedingt verringern. Sie lässt keine Minute des Tages verstreichen, ohne diese als Trainingsmöglichkeit zu nutzen. Sie integriert unsere Übungen in ihren Alltag. Sie hat es sogar fertig gebracht, ein paar Kniebeugen in ihre Gartenarbeit einzubauen.

Nach außen hin scheint Herr Schiefelbein keinerlei Einschränkungen zu haben. Wenn er zu unseren Treffen kommt, könnte man sich eventuell fragen, warum er überhaupt dort ist. Er kann ruhig gehen, klar sprechen und sogar Fahrrad fahren. Aber nur weil er in der Lage ist, Fahrrad zu fahren, heißt das noch lange nicht, dass er damit auch einfach so eine Runde drehen kann. Aufgrund seiner Gleichgewichtsschwierigkeiten fühlt er sich noch nicht sicher genug. Um genau daran zu arbeiten, kommt er weiterhin zu unseren Treffen. Die Gleichgewichtsübungen, wiederholt er besonders Gewissenhaft. Die Übungen geben ihm sein Vertrauen in seine Fähigkeit Fahrrad zu fahren zurück.

Harte Arbeit zahlt sich aus

Wir messen den CO2-Austausch unserer Patienten

Unser Programm zu absolvieren und mit den Übungen Schritt zu halten ist harte Arbeit. Die Fortschritte sind sehr individuell. Es ist in Ordnung, einige der Übungen an ihre aktuellen Fähigkeiten anzupassen. Herr Landshat zum Beispiel hat einige Übungen zusammen mit seinem Therapeuten angepasst. Jetzt kann er dieselben Muskeln trainieren, nur eben auf eine andere Art und Weise die zu seinen Fähigkeiten passt. Jetzt kann er Übungen wie die Kniebeuge ausführen, die er ohne die Anpassung nicht hätte machen können.

Herr Georgi ist ein weiterer unserer engagierten Strokemark-Patienten. Nachdem er alle drei Kurse bei uns absolviert hat, kann er jetzt mehr als 30 Kilometer pro Woche laufen! Für ihn war das Beste an dem Programm, dass es ihn immer wieder dazu gebracht hat, seine eigenen Grenzen zu überwinden. Und das rät er auch anderen Patienten: “Gehen Sie an Ihre Grenzen, um Verbesserungen zu sehen. Dann machen Sie spürbare Fortschritte, mit denen Sie sehr zufrieden sein können. Schritt für Schritt, werden Sie alltägliche Aufgaben wieder selbstständig bewältigen können. Setzen Sie sich viele kleine Ziele. Und vergessen Sie nicht: der Weg ist das Ziel. Also seien Sie geduldig mit sich selbst.”

Machen Sie mit!

Alle unsere Testpatienten freuten sich über zum Teil erhebliche Verbesserungen. Deswegen wollen wir unsere Kurse mehr Patienten zugänglich machen. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie dabei sein möchte.